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Was hat …

...  eine der wertvollsten Briefmarken der Welt, die britische Blaue Mauritius von 1847, mit einem CO2-Ausgleichstag vom April 2013 auf Madeira gemein? Eigentlich nichts, könnte man meinen, oder doch? Wenn Sie die Antwort interessiert, lesen Sie weiter!  

Nicht ganz ohne Umweltimmissionen sind wir von der Schweiz nach Madeira geflogen, nun gilt es, der Natur ihren Teil wieder in Form von Muskelkraft zurückzugeben, was bedeutet, einen halben Tag aufzuforsten. Wir sind zwar nur 12 Personen, aber gemeinsame Arbeit ist bekanntermassen effizienter als Einzelaktionen. So machen wir uns auf die Fahrt auf die Hochebene Paúl da Serra. Hier wird unsere Handarbeit eingefordert. Doch die Fahrt geht weiter und der jüngste Bürgermeister der Insel, Mauricio, zeigt uns erst die wundervolle Aussicht von einem seiner Lieblingspunkte und er hat sooo viel zu erzählen, zu zeigen und zu erklären. Nach einer Stunde fragen wir uns bereits, was wohl aus der Aufforstungsaktion wird, nähert sich die Uhr doch gefährlich dem Zenit und noch immer haben wir keinen Streich gearbeitet. Das soll sich nach dem Abstieg vom Aussichtspunkt ändern. Denn hier wartet ein Kleinlaster mitten im Nirgendwo auf uns. Dieser ist zwar mit Werkzeug und Pflanzen beladen, die Angelegenheit sieht aber harmlos aus.

Weit gefehlt! Der Forstmitarbeiter hat die Pflanzen bereits an die ersten Standorte gebracht und dort auch schon Schutzhüllen und Fixationseisen deponiert. So bleibt uns die effektive Zahl der Pflanzen lange verborgen. Uns werden die Spitzhaken zugeteilt und Instruktionen erteilt. Der Soll-Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen soll minimal zwei Meter betragen und bereits hier zeigt sich, wie unterschiedlich dieses Mass interpretiert wird. Wir schaffen tatsächlich Toleranzen zwischen 1,2 bis 3,0m. Die Grabarbeiten sind voll im Gange und die krümelige rote Erde öffnet sich, aber nicht ohne sich mit widerspenstigen Wurzeln gegen die neuen Löcher zu wehren. Hier sind die Schweizer Armeemesser wertvolle Zusatzwerkzeuge. Nach ungefähr 1 1/2 Stunden sind die neuen einheimischen Lorbeerarten, Heidelbeeren und weitere Gehölze in der Erde eingesetzt und mit Schutzhüllen gegen Kaninchenfrass eingepackt. Insgesamt 100 Stück seien es gewesen, erfahren wir.

Wir sind erdverschmiert, verschwitzt, durstig und zufrieden, das Plansoll mit viel Einsatz und Humor geschafft zu haben. Mit dem letzten Setzling lädt Mauricio zum Inselgrillplausch, welcher bereits seinen Duft verströmt. Beim zweiten Glas Wein, seinen Bauch unter dem blauen T-Shirt vorstreckend, meint er, er ähnle doch ungemein der Blauen Mauritius. Wir lachen, passt doch sein runder Körper nicht unbedingt ins Bild der ultraschlanken Silhouette einer Briefmarke. Wir geniessen das Essen im Freien und die Vorstellung, mit unserer Aktion einen winzigen aber sinnvollen Beitrag zur Wiederaufforstung der Hochebene beigetragen zu haben.

Dass dieser Event Attraktivitätscharakter hat, zeigt sich auch daran, dass uns ein deutsches Paar beobachtet und angesprochen hat, wo man die Aufforstung mit Barbecue buchen könne...

Unsere Gruppe hat das gemeinsame Arbeiten, Essen und Trinken sehr geschätzt und uns als Menschen näher gebracht.

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Thumbnail : Wie im Natur-Film, nur besser

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Thumbnail : Marokkanische Kontraste – sehr wanderbar Teil 2

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Thumbnail : Marokkanische Kontraste – sehr wanderbar

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